Race Against Cancer
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Unterstützte Projekte

Mit den Erträgen aus dem ra­ce against can­cer wer­den zwei Pro­jek­te mit­fi­nan­ziert. Ent­schei­den Sie, in wel­ches Pro­jekt die von Ih­nen ge­sam­mel­ten Gel­der flies­sen sol­len.

Pro­jekt 1: Un­terstützung für Men­schen mit Krebs in Not­la­ge

Wer Krebs hat, ist nicht nur ge­sund­heit­lich an­ge­schla­gen. Oft hat die Krank­heit auch schwer­wie­gen­de Aus­wir­kun­gen auf die Fa­mi­lie, den Be­ruf und auf die fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on. In Not­la­gen können Krebs­kran­ke und ih­re An­gehöri­gen auf die Hil­fe der Krebs­li­ga zählen. Sie leis­tet dank dem «Hilfs­fonds für Härtefälle» der Krebs­li­ga Schweiz rasch und unbüro­k­ra­tisch fi­nan­zi­el­le Un­terstützung.

Die Schweiz verfügt glück­li­cher­wei­se ein sehr gu­tes So­zial­sys­tem. Wer an Krebs er­krankt, kann nor­ma­ler­wei­se da­mit rech­nen, dass die meis­ten Kos­ten durch die Kran­ken- oder ei­ne an­de­re So­zial­ver­si­che­rung ab­ge­g­li­chen wer­den. Trotz­dem kommt es vor, dass Krebs­pa­ti­en­tin­nen und Krebs­pa­ti­en­ten und ih­re An­gehöri­gen we­gen der Krank­heit un­ver­schul­det in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten ge­ra­ten. In fi­nan­zi­el­len Not­si­tua­tio­nen kann die kan­to­na­le Krebs­li­ga oft wei­ter­hel­fen. Wenn die Möglich­kei­ten der Li­gen der Re­gi­on aus­geschöpft sind, kommt der «Hilfs­fonds für Härtefälle» der Krebs­li­ga Schweiz zum Zug. Er fi­nan­ziert So­zial­hil­fe oder me­di­zi­ni­sche Mass­nah­men ab ei­nem Be­trag von 5000 Fran­ken.

Der «Hilfs­fonds für Härtefälle» un­terstützt Men­schen mit Krebs und ih­re An­gehöri­gen vorüber­ge­hend in fi­nan­zi­el­len Not­la­gen. Ho­he Kos­ten ent­ste­hen z.B. durch

  • Trans­por­te: Bei ei­ner Krebsthe­ra­pie fal­len oft ho­he Rei­se­kos­ten zum Be­hand­lung­s­ort an, denn vie­le Krebs­be­trof­fe­ne können den öff­ent­li­chen Ver­kehr nicht be­nut­zen oder sind auf ei­ne Be­g­leit­per­son an­ge­wie­sen. Die­se Kos­ten wer­den nur teil­wei­se und nur bis zu ei­nem ma­xi­ma­len Be­trag von 500 Fran­ken von der ob­li­ga­to­ri­schen Kran­ken­ver­si­che­rung über­nom­men.
  • Fran­chi­sen und Selbst­be­hal­te: Wenn je­mand bei der Kran­ken­ver­si­che­rung ei­ne ho­he Fran­chi­se wählt, können bei ei­ner Er­kran­kung jähr­li­che Kos­ten von meh­re­ren Tau­send Fran­ken an­fal­len.
  • Am­bu­lan­te Pf­le­ge: Ist der Pf­le­ge­auf­wand für ei­nen Krebs­kran­ken sehr hoch, wei­gern sich ge­wis­se Kran­ken­ver­si­che­rer, die ge­sam­ten Kos­ten zu über­neh­men. Oder die An­gehöri­gen müssen Pf­le­ge- und Be­t­reu­ungs­per­so­nen en­ga­gie­ren, die nicht über die Kran­ken­ver­si­che­rung be­zahlt wer­den.

Un­terstützungs­leis­tun­gen aus dem Hilfs­fonds für Härtefälle er­fol­gen sub­si­diär zu den öff­ent­lich-recht­li­chen So­zial­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen und zur fi­nan­zi­el­len Un­terstützung der Kan­to­na­len Krebs­li­gen. Die Ge­su­che wer­den von den So­zial­ar­bei­ten­den der Kan­to­na­len Krebs­li­gen beim Hilfs­fonds für Härtefälle ein­ge­reicht und von ei­nem gewähl­ten Bei­rat be­ur­teilt.

Im Jahr 2010 hat der Hilfs­fonds für Härtefälle in 22 Fällen Un­terstützungs­leis­tun­gen im Ge­samt­be­trag von über Fr. 99'979.- aus­be­zahlt. Der fi­nan­zi­el­le Be­darf für den Hilfs­fonds ist in den letz­ten Jah­ren ste­tig ge­s­tie­gen; die Krebs­li­ga Schweiz kann ihn nicht mehr aus ei­ge­nen Mit­teln de­cken. Aus die­sem Grund muss­ten im ver­gan­ge­nen Jahr die Vor­aus­set­zun­gen für die In­an­spruch­nah­me von Hilfs­leis­tun­gen an­ge­passt und verschärft wer­den.

 

Pro­jekt 2: Stu­die zu Lang­zeit­fol­gen von Kreb­s­er­kran­kun­gen und -be­hand­lung im Kin­desal­ter

Wel­che Spätfol­gen ha­ben Kin­der und Ju­gend­li­che, de­ren Krebs­be­hand­lung er­folg­reich the­ra­piert wer­den konn­te, im Er­wach­se­ne­nal­ter und wie können die­se ge­lin­dert oder ver­mie­den wer­den? Dies ist das For­schungs­the­ma der schwei­ze­ri­schen Kin­der­k­rebs-Über­le­ben­den-Stu­die.

Inn­er­halb ei­nes hal­ben Jahr­hun­derts ist Krebs im Kin­des- und Ju­gendal­ter von ei­ner fast im­mer tödlich ver­lau­fen­den zu ei­ner sehr häufig heil­ba­ren Er­kran­kung ge­wor­den. Rund 80% der Kreb­s­er­kran­kun­gen bei Kin­dern können heu­te er­folg­reich und nach­hal­tig be­han­delt wer­den. Doch wel­che Spätfol­gen zei­gen sich bei den Be­trof­fe­nen durch die er­folg­rei­chen The­ra­pi­en? Und wie können die­se er­kannt und ge­mie­den oder we­nigs­tens ge­lin­dert wer­den?

Fra­gen wie die­se wer­den in der Lang­zeit­stu­die «Swiss Child­hood Can­cer Sur­vi­vor Stu­dy» (SCCSS) er­forscht, die das Schwei­zer Kin­der­k­rebs­re­gis­ter (SKR) und die Schwei­ze­ri­sche Pädia­tri­sche On­ko­lo­gie­grup­pe (SPOG) am In­sti­tut für So­zial- und Präven­tiv­me­di­zin (ISPM) der Uni­ver­sität Bern seit meh­re­ren Jah­ren durchführen. Ziel der Stu­die ist es her­aus­zu­fin­den, wie es ehe­ma­li­gen Kin­der­k­rebs­pa­ti­en­tin­nen und -pa­ti­en­ten in der Schweiz geht. Mögli­che Spätfol­gen sol­len möglichst früh er­kannt und an­ge­gan­gen wer­den, um künf­ti­ge Be­hand­lun­gen und Nach­sor­ge­un­ter­su­chun­gen lau­fend zu ver­bes­sern.

PD Dr. med. Ni­co­las von der Weid, stell­ver­t­re­ten­der Che­f­arzt für Kin­de­ron­ko­lo­gie am Lau­san­ner Uni­ver­sitäts­spi­tal CHUV er­forscht bei­spiels­wei­se, ob ehe­ma­li­ge Krebs­pa­ti­en­tin­nen und -pa­ti­en­ten im Er­wach­se­ne­nal­ter häufi­ger bzw. stärker an psy­cho­lo­gi­schen Pro­b­le­men lei­den als Kin­der und Ju­gend­li­che, die nie an ei­ner Kreb­s­er­kran­kung ge­lit­ten ha­ben. Sei­ne For­schungs­grup­pe un­ter­sucht wei­ter, ob ehe­ma­li­ge Pa­ti­en­ten mehr schu­li­sche Pro­b­le­me auf­wei­sen oder ei­nen nie­d­ri­ge­ren Aus­bil­dungs­grad er­rei­chen. Oder ob sich der Ko­sum von Al­ko­hol, Zi­ga­ret­ten und Dro­gen, ih­re All­tags- und sport­li­chen Ak­ti­vitäten so­wie ih­re Arzt­be­su­che sig­ni­fi­kant un­ter­schei­den von der Nor­mal­bevölke­rung. «Un­ser Ziel ist, Lang­zeit­fol­gen möglichst frühzei­tig zu er­ken­nen, um rasch ein­zu­g­rei­fen und die Le­bens­qua­lität von ehe­ma­li­gen Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten lang­fris­tig zu ver­bes­sern», fasst der Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che PD Dr. med. Ni­co­las von der Weid den In­halt der schwei­ze­ri­schen Kin­der­k­rebs-Über­le­ben­den-Stu­die zu­sam­men.

Die­se Stu­die ist so­wohl für Kin­de­ron­ko­lo­gen als auch ih­re Pa­ti­en­ten von gros­ser Be­deu­tung. Sie zeigt auf, wel­che Lang­zeit­pro­b­le­me auf­t­re­ten können, ist in der La­ge, Ri­si­ko­fak­to­ren für ne­ga­ti­ve persönli­che ge­sund­heit­li­che Ent­wick­lun­gen her­aus­zu­fin­den, und wird hof­f­ent­lich auch die po­si­ti­ven Kon­se­qu­en­zen der ak­tu­ell feinfühli­ger ad­ap­tier­ba­ren Krebsthe­ra­pie in den kom­men­den Jah­ren zei­gen können. Darüber hin­aus lie­fert sie drin­gend benötig­te grundsätz­li­che In­for­ma­tio­nen zu Fra­gen der Tran­si­ti­on von der pädia­tri­schen in die Er­wach­se­nen-Me­di­zin und zum An­ge­bot an Lang­zeit­nach­sor­ge für Men­schen, die als Kin­der und Ju­gend­li­che an Krebs er­krankt wa­ren.

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